Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
211
Einzelbild herunterladen
 

Diese Gewohnheit beobachtete hier auch Friedrich,und so geschah es, daß die Lehen einiger weltlichen Her-ren eingezogen wurden- Eben so ergieng es auch den! Bischöffen Hartwich von Bremen, und Ulrich von Hat-j berstadt, jedoch mit dem Bedinge, daß sie bloö fürihre Person die Regalien verlohren, denn diese sind von^ den Fürsten nicht den Personen, sondern der Kircheauf immerwährende Zeiten verliehen worden.

Italien, dieser anmuthige Garten, hak gegenMitternacht die Alpen, gegen Mittag das ApenninischeGebürge, welches iht unter verändertem Namen dasGebürge Bardo heißt; gegen Abend das Tyrrhenische,! und gegen Morgen das Adriatische Meer. Ausser dem' Po, den .die Geographen zu den drey berühmtesten Flüsi-^ sen Europa's zahlen, durchströmen das Land noch vieleandre Gewässer. Sein Boden ist so schön, als dasClima gemäßigt ist. Es ist fruchtbar an Korn, Wein,

- und Oehl, und erzeugt so viele Fruchtbäume, daß manderen ganze Wälder, vorzüglich von Castanien, Feigenund Oehlbäumen findet.

Das obere Italien wird in drey Provinzen ge-theilt, Venetien, Aemilien, Ligurien. Im ersterenwar Aquileia, im zweyten Ravenna, im dritten May-land die Hauptstadt oder der erzbischöfliche SiH.

Die Strecke Landes, innerhalb des Apenningebür-ges, worinn auch Rom begriffen ist, heißt das in-nere Italien; diejenige aber, welche ausserhalb diesesGebürges liegt, heißt Companien, Apulien oder Ca-labrien, ehedem groß Griechenland. Andre Geogra-phen theilen Italien nur in zwey Theile, in das obereund untere.

' Barbaren aus der Insel Seändinavien, welche un-ter ihrem Herzog Alboin nach Ungarn gegangen waren,Os unterwar-