Friedrich aufhielt, mußte aber unverrichteter Sacheund schimpflich wieder abziehen , weil er gegen denWillen deö Monarchen in manchen Stücken eigen-mächtig hatte handeln wollen. Er starb noch aufder Rückreise. Dagegen ließ Friedrich den Wich-mann mit einer Gesandtschaft nach Rom abgehen/die bey dem Pabste nicht blos die Genehmigungdes 'ganzen Verfahrens, sondern auch das Palliumfür Wichmann selbstauswirkten. -- Eine Begeben«heit, die umso mehr' Aufsehen machte,'da mehrereauö dem eignen Munde der Römer wußten, daßmarrin Rom um keinen Schritt habe nachgeben wollen. Seitdiesem Vorfälle wuchs die Macht Friedrichs in welt-lichen fo wohl als kirchlichen Angelegenheiten sehr.
Im September dieses Jahrs wurden die Für-sten und Edeln von Bayern nach Regensburg vorge-laden, um den durch den Streit beyder Herzoge gestöhr-ten Landfrieden wiederherzustellen. Allein auch Ließ«'mal zerschlugen sich die Unterhandlungen. Au glei-cher Zeit beschäfftigten den Kaiser die Verbindung , inwelche er mit dem griechischen Kayfer Manuel tretenwollte. Er war nemlich kurz vorher durch pabstlicheLegaten von seiner Gemahlin geschieden worden, weiler mit ihr in naher Blutsverwandtschaft stand. RunHatte er den Vorsatz, /ich mit einer griechischem Prin-zessin zu vermählen, und mit Manuel eine Allianzgegen Wilhelm von Sicilien zu schließen, der seinemunlängst verstorbenen Vater Roger in der Regierunggefolgt, und als ein Feind beyder Kayserrhümer an-zusehen war. Au dem Ende schickte er auf den Rathfeiner Großen den Anshelm von Hamelburg, undAlepandern als Gesandten nach Constantinopel. Letzte»rer war ehemals Graf von Apulien gewesen, ab r vonRobert nebst den, übrigen Eyein dieser Provinz,'