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In der Dsterzeit des folgenden Jahres (115z)befand sich Friedrich zu Bamberg, und hatte an sei-nem Hofe zwey Cardinäle, die vom apostolischenStuhl zu Absetzung einiger Bischöffe bestimmt wa-ren.,^ In Worms, wo er die Pfingsten feyerre, ließer durch eben diese Cardinäle den Erzbischofs Heinrichvon Maynz absetzen, der gegen alle noch so häufhgenErmahnungen in seiner DiöceS nichts als Unheil an-richtete. An dessen Stelle wurde der Canzler Arnolddurch einige Cleriker und Layen, welche nach Wormsgekommen waren, erwählt. Hier stellten sich auchdie beyden vorhin erwähnten Heinriche, die um dasHerzogthum Bayern stritten.
Da aber der eine behauptete, er sey nicht ge-setzmäßig citirt worden, so konnte ihre Sache dieß«mal nicht entschieden werden.
Ferner erklärten die Cardinäle auf FriedrichsBewilligung den Bischofs Burkhard von Eichstädtfür unfähig zu fernerer Amtsführung, und nun woll-ten sie auch gegen den Magdeburger und andre Bi-schöffe ihr Unheil fällen. Friedrich aber befahkihnen, ehe er es dahin kommen ließ, wieder nach Ita-lien zurückzukehren.
Nach des Eugem'uS Tode, der als ein gerechterund frommer Mann bekannt war, gelangte Anasta-sius auf den apostolischen Sitz, dessen vieljährigeErfahrung ihn mit der Politik der römischen Curiegenau bekannt gemacht hatte. Dieser schickte einenCardinal, Namens Gerhard, als Legaten nachDeutschland, um durch ihn die bekannte Magdebur-ger Streitigkeit, in Absicht der dort vorgefallenenBifchoffswahl zu beendigen. Gerhard traf um Weih-nachten in Magdeburg ein, wo sich auch damahls