Hierüber wundern wir uns um so viel mehr)da wir den Wichmann aus seinem bisherigen Betra-gen als einen würdigen einsichtsvollen Mann kennen,und daher den Nutzen, den er seiner ersten Kirche zu ver-schaffen im Stande ist, nicht abläugnen können^
Mag nun der Hauch zeitlicher Antriebe jedenandern hin und her bewegen; wir fußen aus denfesten Felsen, der gewürdigt ward, Grundstein derKirche zu seyn:, wir dürfen, und wollen uns auchnicht jedem Winde fremder Grundsätze Preis geven,oder un§ durch irgend etwas von der Richtschnur derheiligen Gesetze abbringen lassen. Deswegen befehlenwir euch durch gegenwärtigen Brief, in dieser Sachefernerhin nicht -'parkeyisch zu seyn, und unfern theuer«ften Sohn Friedrich, den Gott zur Erhaltung derFreyheit unserer Kirche auf den römischen Thron ge-setzt hat, durch Ermahnungen so weit zu bringen, daßer ebenfalls von seinem Vorhaben abstehe, und nichtgegen Gott, gegen die heiligen Verordnungen, gegendie Psiicht der königlichen Würde in dem angefange-nen Unternehmen fortfahre; sondern die Magdebur-ger Kirche, so wie jede andere, die in dem Reich, dasihm Gott verliehen, befindlich ist, freye Macht lasse,jeden, welchen sie mit Gott will, zu wählen. Her-nach, wenn die Wahl geschehen ist, kann er ihr, wiees seiner königlichen Majestät geziemt, seine Zustim-mung geben. Sollte sie nun etwas für jenen unfernvorhingenannten Bruder thun, so würden wir Grün-de haben weder seinem Willen noch eurem Begehrauf irgend eine Weise entgegen zu seyn, gegen Gottaber, und die heiligen canonifchen Vorschriften könnenwir unter keinerley Gesuch unfern Entschluß von unsgeben.' ' -
Gegeben zu Segni den 17. August. '
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