cheilt, und euch nicht als eine Mauer für das HausIsrael bezeugt; ja so gar, um mich der Worte desPropheten zu bedienen, die Mauer, welche sie aufführ-ten, mit leimen ohne Spreu überworfen. Es chutmir tief im Herzen wehe, daß ich dieß bekennenmuß.
So dachte nicht der Oberste der Apostel, demsein GlaubeNöbekennniiß das Vorrecht verschaffte,der Grundstein der . ganzen Kirche zu werden. Alsihm und den Aposteln die Kinder der Welt den Toddrohten, wenn sie fortfahren würden, im Namen Je-su zu predigen, so antwortete er, voll Vertrauen aufdie Kraft des Herrn: Man muß Gott mehr gehor-chen als den Menschen.
Ihr aber gebt, um den Fürsten nicht entgegenzu seyn , jener von ihnen unternommenen Handlung,euren Beyfall, da doch die Verordnungen derKirche, und des Höchsten Wille derselben offen-bar zuwiderlaufen. Denn der Ausspruch des göttli-chen Gesetzes gestattet eö nicht, daß ein Bischofs oh-ne Noch, oder ohne daß der sichtbarste Vortheildaraus erwüchse, sein Bißthum mir einem andernverrausche, ja bry der Wahl desselben muß mehr alsirgendwo auf Einstimmigkeit des Clerus und desVolks gesehen werden. Von dem allen aber findenwir bey der Versetzung unsers ehrwürdigen BrudersWichmann aus Zeitz nach Magdeburg nicht diegeringste Spur; sondern da saht ihr allein auf Für-stengunst, dachtet nicht daran, ob die Bedürfnisse einerKirche, oder die Nutzbarkeit der. Person das Unter-fangen begünstigen, und versetztet wider Willen desClerus, ja, wie man sagt, trotz der Protestation deSgrößten Theils, den Bischofs pon Zeitz nach Magde-burg.
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