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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
204
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würbe angemaßt habe. Der Pabst nahm das Ver-fahren des Hofes ehr übel auf, und bezeugte sein Miß-vergnügen , sowohl in schriftlichen Antworten an dieje-nigen Bischöffe, welche als Anhänger des Hofes zumBesten WichmannS an ihn geschrieben hatten, als auchdurch mündliche Vorstellungen einiger Cardinäle, wel-che nachher zu uns herüberkamen. Sein Schreibenwar folgendermaßen abgefaßt;

Bischof Eugen, Knecht der Knechte Gottes, entbie-thet seinen ehrwürdigen Brüdern, den Erzbi-schöffen Eberhard von Salzburg, Hartwich vonBremen, Hillin von Trier, und den BischöffenEberhard von Bamberg, Hermann von Costniß,Heinrich von Regensburg, Otto von Freyfingen,u. s. f. Heil und apostolischen Segen.

Schreiben, welches ihr in Betreff des Magde-burger Bißthums an uns aufgesetzt, haben wir mitschuldiger Güte ausgenommen. Allein bey Lesung des-selben hat uns kein geringes Erstaunen überfallen, ma-ßen es Dinge enthält, die sich gar nicht mit derPflicht, welche euch als Bischöffen obliegt, vereinigenlassen. Denn da ihr durch göttliche Vorsehung an dieSpitze der Kirche gesetzt seyd, damit ihr von da ausalles Nachtheilige von ihr abwehren, das Nützliche miteifrigem Bestreben erhalten sollet, so habt ihr, wie eseuer Schreiben ausweist, nicht auf das gesehen, waszum Besten der Kirche Gottes dient, was mit den eano-nischen Gesehen übereinstimmt, und folglich vom Wil-len des Himmels genehmigt wird, sondern aus das,was den weltlichen Regenten gefällt. Statt die Ge-sinnungen der letztem zu berichtigen, sie von Verirrun-gen zurückzuführen, und ihnen zu zeigen, wo der Wegdes Herrn sey, habt ihr ihnen falsche Anschläge er-