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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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Treue, durch den er sich als einen Vasallen des Kaisersbekannte. Er empfieng also aus der Hand des letztemdie Krone seines Reichs. Waldemar der ebenfalls mitihm nahe verwandt war, erhielt ein gewisses Herzog-thiim in Dannemark.

Friedrich hatte noch nicht Sachsen verlassen, alsder Tod des Bischoffs von Magdeburg, welches derSitz des Erzbifchoffs von Sachsen ist, Anlaß zu einemZwiespalt gab, indem einige den Probst Gerhard, an-dre den Dechant des StiftS^zu der erledigten Würde er-heben wollten. Beyde Parteyen entschlossen sich end-lich an den Kaiser zu gehen. Dieser versuchte anfangsdie Sache in Güte auszumitteln, weil er aber damitnichts ausrichten konnte, so brachte er es bey der Par-tey, welche für den Decan stimmte, so weit, daß sieden Bischofs Wichmann von Zeitz^ einen jungen recht-schaffnen Mann erwählten, der dann sogleich herbey-gerufen, und von dem Kaiser mit den Regalien desStifts belehnt ward. Denn nach einem Rechte, dasunter Heinrich dem fünften, wo der Investiturstreir ge-schlichtet ward, die Kirche dem Reich zustand, kannder Kaiser, mit Zuziehung seiner Fürsten, wenn beyeiner Bischoffswahl die Stimmen getheilt sind, einenBischofs nach Gefallen ernennen: auch darf der Erwähl-te nicht eher cousecrirt werden, als bis er von ihm dieRegalien durch den Scepter erhalten.

Nachdem nun Friedrich ganz Sachsen kn die ''ge-hörige Verfassung gefetzt, und sich des Gehorsams derGroßen versichert hatte, gieng er nach Regenspurg, derHauptstadt von Bayern, und ließ sich daselbst im ClosterSt. Emmeran (denn der Dom war mit einigen Stra-ßen abgebrannt) krönen. Auch kamen hier die Ge-sandten aus Italien mit angenehmen Nachrichten zu-rück.

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