Friedrich gekrönt hatten, ein Geistlicher, der auch Fried*rich hieß, zum Bischofs von Münster ordinirt ward,gleichsam als wenn der oberste König und Hohepriester'bey der Feyerlichkeit zugegen gewesen wäre, da an ei-nem Tage und an einem Orte, zwey Personen, dienach der Einrichtung des alten und neuen Bundesallein die sacramematische Salbung empfangen können,auch wirklich gesalbt wurden.
Nach vollendeter Feyerlichkeit versammlete Fried-rich die verständigem und mächtigem Fürsten in demPalast, berarhschlagte sich mit ihnen über Staatsan-gelegenheiten , und beschloß, Gesandte an den Pabst,die Stadt Rom, und alle italienische Staaten zu schi-cken , um ihnen seine Erhebung aus den Thron anzu-deuten. Zu diesem Gcschäffce wurden zwey gelehrte klu-ge Männer ausersehen: Hilm Coadjutor von Trier,und Eberhard Bischofs von Bamberg. Von Aachengieng Friedrich in die Gegend des Unterrheins, straftedie Utrechtsr ihrer Widersehlichkeit wegen an Gelds,bestätigte den Bischofs Herrmann in seiner Würde, kehr-te darauf zu Ostern in Cöln ein, und gieng von hierdurch Westphaten nach Sachsen.
Um die dänische Krone stritten damals zwey Bluts-verwandte: Peter, auch Sueno genannt, und Kanut.Friedrich berief ihrenthalben eine zahlreiche Reichsver-sammlung zu Merseburg, vor der sie in aller Unter-würfigkeit erschienen, und ihren Streit der Entschei-dung der Fürsten überließen. Dem Ausspruch dersel-ben zufolge entsagte Kanut mit Beybehalt einiger Pro-vinzen durch Überreichung des Schwerts dem königli-chen Titel, denn nach Reichösitte werden Königreichedurchs Schwert, Provinzen durch eins Fahne vom Kai-ser übergeben, oder zurückgenommen. Peter hingegenwurde zum Könige ernannt, und leistete den Eyd der
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