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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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nielichen Gute Sinzich wieder ans Land, Md Mden Sonnabend in Aachen an. Den folgenden Tag,Sonntag Läcare, wurde er von den Bischvffen in dieMarienkirche geführt, von Arnold, Erzbischoff vonLöin gekrönt, und auf den fränkischen Thron gesetzt,den Karl der Große in dieser Kirche ausgestellt hatte.

Das sonderbarste bey seiner Thronbesteigung wachdaß in einer so kurzen Zeit nicht allein eine grcße Men-ge Fürsten und Edler des deutschen Reichs, sondernselbst versthiedne aus Frankreich, wohin sich das Ge-rücht hievon wider Vermurhen schon verbreitet haue,zusammen kamen.

Gleich hier bey dem Anfang seiner Regierung gaber einen auffallenden Beweis seiner unerbittlichen Ge-rechtigkeitsliebe. Ab; man ihm nach vollendeter Sal-bung die Krone aufsetzte, siel einer von den Hofbe-dienren, der mir andern wegen schwerer Vergehungenjn Ungnade gefallen, und verabschiedet worden war,mitten in der Kirche ihm zu Füßen, in der Hoffnung,daß die frohen Ereignisse dieses Tages Friedrichs Ge-müth zur Gelindigkeit würden gestimmt haben. MeinFriedrich war nicht zu bewegen. Nicht Haß gegenseine Person, sprach er, sondern Achtung für das wasRecht ist, haben ihn meiner Gnade verlustig gemacht.Alle Anwesende erstaunten über die feste Entschlossen-heit desjenigen Mannes, dessen Handlung die Bedacht-samkeit eines Greises vorauözusetzen schien, und denweder Fürsprache der Großen, weder Scbmeicheleyendes Glücks, noch äussere angenehme Eindrücke zu einertadelhaften Schwachheit vermögen konnten.

Auch den sonderbaren Urrmand muß ich hier nocherwähnen, daß an eben dem elben Tage, in eben der-selben Kirche, und von denselben Bischöffm, welche

Fried-