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Mittlerweile hatte Herrmann vor seinem Neben-buhler Friedrich entweichen müssen. Die Unechterkommen in großer Menge auf dem Rhein an, in densie durch die Waal, einen Arm dieses Flusses, gelan-gen konnten. Der Kaiser wollte sie mir ihrer Gegen-partey auSgleichen, konnte aber auf keine Weise etwasausrichten. Sie verlangten sicheres Geleite, um wie-der zurückzukehren, und sagten: es sey ihnen unmög-lich vor einem weltlichen Richter einen Proceß auszu-machen, den sie schon cheym Pabst anhängig gemacht.Eine so beleidigende Antwort mußte den Kaisernothwendig erbittern, und er würde sie aus derStelle geahndet haben, wenn er ihnen nicht schonSicherheit für ihre Personen versprochen gehabt hatte.Auch war es ihm für itzt noch nicht möglich etwas gegenUtrecht selbst zu unternehmen, weil er nach Bayerngehen mußte, um dort die Unruhen zu dämpfen, wel-che durch einige Grafen waren veranlaßt worden.
Er gierig also um Pfingsten nach Coblenz,verabschiedete hier die spanischen Gesandten, die sichlange bey ihm verweilt hatten, und gieng dann nachBayern, wo er in Regensburg Hoftag hielt, undzweyen päbstlichen Legaten, Kctav an und Jordan Au-dienz ertheilke. Die Ausschweifungen der Söhne desPfalzgrafen Otto hatten die Folge, daß ihr Vater in'die Acht erklärt und sein in der Donau gelegenes SchloßKelhaim so lange belagert ward, bis er einen von ih-nen als Geißel stellte. Hierauf beendigte er die Strei-tigkeit der Utrechter Kirche zum Vortheile Hcrrmannsund zur Ehre des Reichs; und sein Verfahren wurdevom römischen Stuhl bestätigt, wodurch allen fernemSchwierigkeiten vorgebeugt ward.
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Jtzt hatte Conrad in seinem Reiche alles in Rich*tiKkeit gebracht, bis ans den einzigen Römerzug, auf
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