NM sehr erheblichen Zwiespalt, indem einige Friedrich,des Grafen Adolphs Sohn, andre Herrmann Probstder St. Gereons Kirche zu Cöln, auf den erledigten Sitzerheben wollten. Letztere kamen den erstem zuvor, wen-deten sich an den Kaiser, den sie zu Nürnberg antrafen,und erhalten von ihm die Investitur. Die andre Par-tey begab sich nach Speyer, und erhielt noch auf ei-i nige Wochen Frist.
> In diese Zeit fällt auch der Tod des Erzbischoffsj Arnold von Cöln, der zu geistlichen und weltlichen Ge-schafften gleich wenig taugte. Beyde Vakanzen veran-laßren den Kayser an den Niederhein zu gehen. Inseinem Gefolge befanden sich die Bijchöffe Otto vonFreysingen, und Albert von Meißen. Bey Bobarreinem königlichen Cammergute imTrierischen am Rheingelegen, kamen ihm schon Gesandte aus Cöln mit derNachricht entgegen, daß sein Canzler Arnold zumErzbischofs erwählt sey, und daß man nur noch aufden Kayser warte, um die Wahl bestätigen zulassen. Conrad nahm die Nachricht mit vielem Ver-gnügen auf, und bemächtigte sich auf dem weiternFortmarsche zweyer sehr festen Schlösser. In das ei-ne an der Mosel gelegene, das Kohin hieß, warf ereine Besatzung: das andere, Rheineck, am Rhein,ließ er verbrennen. Hier war es auch, wo ihm Ar-nold entgegen kam. Die beyde» vorhingenannten Bi«schösse, welche ihy begleiteten, weihten nicht weit vorCöln eine Kapelle ein, die er auf seinem eignen Guteerbaut hakte. Endlich langte er zu großer Freude!deSVolks und des Klerus zu Schiffe in Cöln an, ertheil«te dem Arnold, so sehr sich auch dieser dawider sträub-te, die Investitur auf die geistliche und weltliche Wür-de, und gieng sodann in die Burg zu Nimwegen, umdie Sache der Utrechter zu schlichten.
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