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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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te er, ihr sprecht da vieles, leset vieles, das wir viel-leicht nicht verstehen; bekennt uns nur ohne Umschwei-fe, ob ihr das höchste Wesen, in welchem ihr dreyPersonen als einen Gott annehmet, für Gott selbst hal-let. Gilibert, zerstreut und müde durch die lange An-strengung, antwortete ohne gehörige Ueberlegung, Nein!Sogleich protocollirte der Notar folgende Worte: DerBischofs von Poitou hat geschrieben und gesagt: dasgöttliche Wesen sey nicht Gott. Hiermit war die Si-tzung für den Tag geschlossen.

^ Den folgenden Tag erklärte er sich, daß er diesesnicht geradezu wolle verstanden wissen. Der NameGott, sagte er, bezeichnet bisweilen die Natur, bis-weilen die Person. Natur: wenn es z. B. heißt:dein Gott ist einer. Person, wennmansagt:der Vater ist Gott; der Sohn ist Gott.Auch nur eine einzige der drey Personen,als: Gott fahrt auf in Herrlichkeit, wo son-der Zweifel die Rede vom Sohn ist. Daher, fügteer hinzu, könne er nur in dem Sinn zugeben, daßGott die Gottheit sey, in so ferne Gott für die Na-tur gesetzt werde. Allein absolut, wo dieser Na-me für eine jede der Personen stehe, könne er es nicht

^ zugeben. Denn sonst müßte er, wenn er sich so unbe-stimmt ausdrückte: Gott (d.i. eine jede der Personen)sey die Gottheit, ohne Einschränkung alles voneiner jeden Person, und vom Wesen eingestehen, undin die Absurdität gerathen, von dem göttlichen Wesen,eben so wie von der Person des Sohnes sagen zu müs-sen, es habe gelitten u.s. w. Dies würde denn sehr leichtauf dm Sabellianismus führen.

Seine Meinung suchte er durch Autorität desTheodoretö und des Toledanischen Eonciliums zu unter-stützen. Letzteres drückt sich so aus: Allein dasWort

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