Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

186

ward Fleisch? und wohnte unter uns. Undda die ganze Dreyeinigkeit bey der Bil-dung des angenommenen Menschen geschäff-tig war, weil dieWerke der Dreyeinigkeitunzertrennlich sind: so Hut doch er alleinin der Einzelnheit seiner Person, nicht inder Einheit der göttlichen Natur den Men-schen angenommen; d. h. in dem, was demSohn eigen, nicht aber der Trinität ge-mein ist. Diese Ausdrücke wollte der Abt von Clair-vaux naher bestimmen, weil er sich aber dabey einigerAusdrücke bediente, dis den Cardinälen nicht gefielen,so rief Gilibert aus:Auch das protocollire man." Jawohl, versetzte Bernhard, und zwar mit eisernemGriffel, und steinerner Faust. Darauf legten er unddie übrige Geistlichkeit ihr Glaubensbekenntniß gegendie, dem erstem angeschuldigten, Punkte ab, welchesalso lautet.

Mir glauben, daß die Natur der Gottheit Gottsey, und daß es in keinem cakholischen Sinne ge-leugnet werden könne, die Gottheit sey Gott oderGott die Gottheit. Wenn es aber heißt: er seydurch Weisheit weise, durch Größe groß, durchEwigkeit ewig, durch Einheit einer, durch Gott-heit Gott: so glauben wir, daß er nur durch dieWeisheit, welche Gott selbst ist, weise sey: nurdurch die Größe, welche Gott selbst ist, groß,nur durch die Ewigkeit, welche Gott selbst ist,ewig: nur durch die Einheit, welche er selbst ist,einig, nur durch die Gottheit, welche er selbst ist,Gott: d. h. daß er durch sich selbst der weise,große, ewige, einige Gott sey.

Wenn wir von den drey Personen: Vater, Sohn,lind Geist reden: so bekennen wir, daß sie ein

Gott,

f

K'i

li!

e

N!

«

imb

M

Kn