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gehört hatten. Dieß Versprechen, von Seiten sogroßer Gelehrten, den Beweis durch einen Eyd zu füh-ren, erregte Key vielen nicht wenig Aussehn.
Indem Gilibert von allen Seiten heftig bestürmtward, und Mühe hatte, auf alle Einwürfe zu antwor-ten, bediente er sich folgender Ausdrücke: Ich bekennees unverhohlen, daß der Vater durch etwas anders Va-ter, und durch etwas anders Gott, und doch nicht die-ses und dieses sey. Die Dunkelheit, mit der er sichhier ausdrückte, schien dem Bischoff Joscelin vonSoissons, eine profane Neuerung zu enthalten, der erdurch eine andre Spitzfindigkeit zu begegnen suchte,welche aber so übel ausgenommen ward, daß nun alleAnwesende ihre Waffen auf ihn richteten. Nachdemder Lerm sich gelegt hatte, fragte man Gilibert, war-um er die göttlichen Personen so sehr unterscheide? —weil jede Person, antwortete er kurz, an sich selbst nurEine ist. Und hiermit war, zu nicht geringem Er-staunen, für den Tag die Sitzung beendigt.
Nicht bester gieng cs in mehreren nachfolgendenSitzungen, biß endlich der Padst, als ein frommerbehutsamer Mann, diezganzs Untersuchung auf das näch-ste allgemeine Concilium verschob, welches auf dennächsten Sonntag nach Mktfasten und zwar zu Rheimsin Frankreich angesetzt war, weil der Pabst bey Gele-genheit der in Rom ausgebrochenen Unruhen hatte ent-weichen mäßen.
Auf diesem Concikio sollte auch ein gewiffer Ke-tzer fein Urlheil empfangen, der als ein bloßer Laye sicheinen erstaunenden Anhang unter dem Volke gemacht,und sich gleichsam für den Sohn Gottes ausgegebenhatte. Die Oerter, wo er bisher sein Wesen getrie-ben, waren dis Winkel von Frankreich, Bretagne undGascogne. Hier bewirkte die Entfernung von dem Hcr-
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