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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
181
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zur Sache schreiten. Die Wahrheit selbst wird mehrals aller Wortschwall für meine Unschuld sprechen.

Aus den vielen Saßen, die man ihm zu Last legte,will ich nur folgende wenige ausheben.

Der Vater ist die volle Macht, der Sohn nur ei-nigermaßen: der H, Geist gar nicht-

Der H. Geist ist nicht vor, der Substanz des Va-ters.

Der H. Geist ist die Weltseele.

Christus hat das Fleisch nicht deswegen angenom-men, um uns vom Joch des Teufels zu befreyen.

Diejenigen, welche aus Unwissenheit Christum tödte-ten, haben nicht gesündigt.

Abailard starb wenige Zeit nachher in demselbenKloster, und legte noch vor seinem Ende ein demüthi-geö Glaubensbekenntniß seinen Brüdern ab.

. Die Geschichte dieses Mannes hat mich zu einerAusschweifung verleitet, von der ich jeht wieder ein-lenken muß. Wir verließen oben die StreitigkeitGiliberts, wie sich der Abt Bernhard auf Anstiftenzweyer Archidiaconen gegen ihn erklärte. Allein mitGilibert hatte es eine ganz andere Bewandmß. Erwar von Jugend auf durch den Unterricht großer Män-ner genährt, deren Ansehn er mehr als seinem eignenDünkel traute. Hieher gehören Hilarius von Poitiers,Bernhard von Chartres, endlich die Brüder Anshelmund Radulph von Laon.

Der treue und lange fortgesetzte Gebrauch, dener von dem Unterricht seiner Lehrer machte, verschaff-te ihm gründliche nicht oberflächliche Kenntnisse, mit

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