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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
179
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nen drohten ihr den Untergang. Könige verbandensich/ und Fürsten traten zusammen. Aber dis Apo-stel, die Anführer des Heeres Gottes, und ihre Nach-folger, die apostolischen Männer, vom Eyser für diewahre Religion entbrannt, vertheidigten muthig denGlauben, und pflanzten ihn mit Aufopferung ihres Le-bens unverdrossen in die Herzen der Völker. Nach-dem endlich die Verfolger ausgetobt, gebot das Chri-stenthum den Winden, und in der Kirche fieng eine großeStille an zu herrschen.

Weil aber der Feind des Menschengeschlechtsimmer umherschleichk, zu suchen wen er verschlinge,so erweckte er Ketzer voll Trug und List, damit sie dieReinheit des Glaubens bekämpfen möchten. Dahererhoben sich muthige achte Führer der Kirche, und ver-dammten die Jrrthümer stimmt ihren Bekennern. Soward im Conrilio zu Nicäa Arms verdammt, die Ma-nichäer zu Constantinopel, NestoriuS zu Ephesus undChalcedon, an welchem letztem Ort auch dem Dioscu-ruö nebst seinen Anhängern, und der EuthichianischenKetzerey ihr Recht wiederfuhr. Kayser Martian, dergleichwohl nur ein Laue, aber ein großer Freund desChristenlhums war, schrieb aus Eyfer für die Religionan den Pabst Johannes einen Brief gegen diejenigen,welche die heiligen Mysterien zu entweyhen trachten,worin ei sich unter andern so ausdrückt:Keiner ausdem geistlichen, aus dem Soldaten - oder irgend einemandern Stande, soll hinführo öffentlich über Glau-benssachen urtheilen. Was einmal durch denSchluß der verehrungswürdigsten Synode; abgethanist, darf Niemand, ohne ihrem Ansehn zu nahe zu tre-ten, nachher seinem Privaturkheil unterwerfen. Dießsey ein Gesetz, dessen Übertretung wie ein Kirchenraubbestraft werden soll. Ein Cleriker, der dawider han-delt, soll aus der Geistlichkeit gestoßen werden.

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