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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
172
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welche wir unterweges auöstehen mußten, einen einzi-gen ausheben.

Nachdem wir unter unzähligen Beschwerlichkeitendurch Ungarn, die Bulgare») über den Hebruü, unddurch das obere Thracien, in die fruchtbaren Gegen-den des untern Thraciens gekommen waren, wo es unsausnehmend wohl gefiel, gelangten wir in ein bey demStädtchen Chärobacchi gelegenes sehr anmmhiges Thal,,durch welches ein kleiner Fluß sich schlängelte DerReih dieser Gegend vermochte uns zu dem Entschlußhier eine Weile zu kampiren und den folgenden Tag,(den 8ten Septbr.) das Fest der Geburt Mariens zufcyern. Herzog Friedrich, und sein Oheim Welf la-gerten sich also neben uns an der Seite eines gegenüberstehenden Berges, denn die Lothringer waren noch nichtda. In der Nähe befindet sich das propontische Meer,oder, wie es jetzt von den Einwohnern genennt wird,der Arm des H. Georgs, und an dem Ufer stehen zweykleine Städte, die eine gesunde Lage haben, und ausdenen wir Zufuhr erwarteten.

Ich gesteh es, während des ganzen Feldzugs ha-ben wir nie mit mehrerm Wohlbehagen kampirt, und»»irgend hat unser Lager, so viel ich nach dem Augen-»naaß urtheilen kann, einen großem Raum eingenom-men. Jedoch unser Vergnügen war von kurzem Be-stände. Um die Morgenstunde erhob sich eine kleineWölke, aus der anfänglich ein sanfter Regen fioß.Plötzlich aber stieg ein heftiger Orkan auf, der vonden stärksten Regengüssen begleitet war. In kurzerZeit sahen wir unsre Zelte entweder beschädigt oder zuBoden geworfen. Der Fluß schwoll an, und setzte da«ganze Lager unter Wasser. Klägliches Angstgeschreyschallte rings umher um meine Khren, und der Gedan-ke, daß dieses Unglück wahrscheinlich ein Strafgericht

Gottes