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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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er seine Ansprüche für ißt zurücknahm, und sich bis aufdes Kaysers Wiederkunft ruhig zu verhalten versprach.

Mit einbrechendem Frühlinge (n 47) zog Conradaus Nürnberg, bestieg zu Regcnöburg ein Donauschiff,tmd langte am Himmelfahrtötage in Oesterreich beyOrdacher an, wo er zwey bis Lrey Tage die Ankunftder Seinigen abwartete, und dann weiter bis fast andie Grenze seines Reichs vordrang. Hier scherte er ander Vischa das Pfingsfest, gieng darauf über die Leitanach Ungarn, und ließ einen Theil seines Heeres, zuWasser, den andern zu Lande weiter ziehen. DieMenschenmenge, welche ihm folgte, war so groß, daßman beynahe sagen konnte, Flüße und weite Ebenenwürden sie nicht fassen. Nicht lange nach ihm kam Lud-wig, König von Frankreich, bey dem sich von den Un-sngen die Lothringer befanden, und unter diesen die Bi-schöffe Stephan von Metz und Heinrich von Tüll, dieGrafen Reginald von Mousson, und Hugo von Vau-demont: ferner aus Italien Amadeus von Turin, dessenBruder Marggraf Wilhelm von Montferrat, mit sei-nen Blutsverwandten und noch viele andre.

Welchen Ausgang aber dieser Kreußzug zu Stra-fe für unsre Vergehungen genommen, ist allen bekannt.Die Geschichte desselben mag ein andrer beschreiben; ichwenigstens will in dem gegenwärtigen Werke meine Le-ser nicht mit traurigen, sondern mit angenehmen Sce-nen unterhalten. Gleiches Schicksal hatten auch dieSachsen, deren Feldzug gegen die benachbarten Heydendurch Uneinigkeit ihrer Fürsten vereitelt ward.

Um aber doch etwas aus dieser Periode in Bezie-hung auf den iht regierenden Kayser Friedrich zu sagen,von dem das Glück bis auf den heutigen Tag sein Anr-lih nie gewandt hat, will ich von den vielen Unfällen,

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