cbes aus dem Psalm, und sagt dabey r Sie sind uns »lebende Denkmahler der Leiden unsers Herrn» L
Noch eins andre Stelle, worinn er zur Annah-me des KreuHes auffordert, lautet so: Glücklich preise «
ich das Geschlecht, das die Zeit einer so überschweng- «
lichen Gnade erreicht, das im Sühnjahre, im wah. sreu Jubeljahre lebt. Diese Segnung wird über dieganze Welt verbreitet, und alle strömen dem Zeichen vdes Lebens zu. Weil nun euer Land reich ist an tapfer» dMännern, und kraftvollen Jünglingen, so rüstet euch, >und legt murhig eure glücklichen Waffen an." '!
i
Diese Aufforderungen wurden mit allgemeinem §Beyfall angenommen. Nicht allein Unterthanen des ^römischen Reichs, sondern auch Franzosen, Engellander §Ungarn, und viele Tausende aus andern Nationen nah-men das Kreuß an. Die Stille, welche dadurch imOccident bewirkt wurde, war sogroß, daß man es fürungerecht hielt, Kriege anzufangen, ja sogar öffentlichbewaffnet zu erscheinen.
Ehe Conrad seinen Zug ins Morgenland eröffnet?,hielt er zu Frankfurt (welches seinen Namen daher sollerhalten haben, weil Carl auf seinem Zuge gegen dieSachsen hier eine Furth im Mayn fand, durch die ermit seinen Franken über den Strohm kam) einen Reichs-tag , auf dem sein noch junger Prinz Heinrich durch dieWahl der Fürsten zum römischen König bestimmt, undzu Aachen am Sonntag in der Mittfasten gekrönt, ge» ^salbt, und zum Mitregenten angenommen ward. Auf ^eben diesem Reichstage erschien auch Heinrich, des obenerwähnten Herzog Heinrichs Sohn, der schon volljäh- ^rig war, und forderte das seinem Vater unrechtmäßigerWeise emzogene Herzogthum Bayern zurück. DerKayser aber brachte ihn mit vieler Klugheit so weit, daß >