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neu. seitdem unsrer Väter Schwert den heydnischen Un-rath ausgerottet har, Vergebung erlangt! Der böseFeind sieht es mit neidischen Augen an, knirscht mitden Zähnen, und ist ausser sich für Wuth. Die Werk-zeuge seiner Bosheit hat er in Harnisch gesetzt, damitsie alle Spur ehemaliger Andacht vertilgen, wenn ih-nen je, welches Gott verhüte, oie Obermacht in dieHände fiele. Allein dieser unersetzliche Schade würdeallen folgenden Zeiten unheilbaren Schmerz verursa-chen : vorzüglich aber dem gegenwärtigen Menschenge-schlecht ein ewiges Brandmark seiner eignen Schandeseyn.
Brüder! was denken wir nun hievon ? ist denndie Hand Gottes verkürzt, oder unfähig gemacht zuretten, da sie zur Erhaltung und Wiederherstellung ih-res Eigenthums kleine Würmer auffordert ? Kann derAllmächtige nicht zwölf Legionen Engelsenden, oderdurch einen Machtspruch die Erde befreyen? Aller-dings kann er, wenn er will. Aber ich sage euch, Gottder Herr stellt uns auf die Probe. Er sucht, ob er un-ter den Menschenkindern finde, die sich seiner Sacheernstlich annehmen. Denn Gott erbarmt sich seinesVolkes, und richtet die Gefallenen kräftiglich auf. Be-trachtet das große Mittel, durch welches er euch erläßt,und erstaunet darob. Schaut in den Abgrund der Liebe,und faßt Vertrauen, ihr Sünder! Er will nicht eurenTod, sondern daß ihr euch bekehret und lebet: u.s.w.
Diese Materie wird in dem Briefe nach redne-kischer Art weiter ausgeführt. Dann verbreitet er sichauch über die Verfolgring der Juden, welche er mitGründen der Vernunft und Religion bestreitet. Hiezubedient er sich z. B. des oben schon angeführten Spru-
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