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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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Jeder Schuldner, der sich aus reiner Absichtzum heiligen Kriege entschließt, darf keine rückständi-gen Zinsen zahlen, und wenn er oder andre für ihn derZahlung halber sich verbürgt oder vereidet haben, sosprechen wir sie vermöge unsers apostolischen Ansehensdavon los. Es steht ferner einem jeden ftey, sein Landoder irgend ein andres Gut, der Kirche, den Geist!,,chen, oder irgend andern treuen Personen, ohne daßihm Einsprüche gemacht würden, zu verpfänden, wennihm nehmlich feine Anverwandte auf vorhergegangeneAnfrage kein Geld vorschreßen wollten oder konnten.

Der Ablaß, welchen wir nach unsres VorfahrenEinrichtung, laut der vom allmächtigen Gort und demobersten aller Apostel erhaltenen Vollmacht hiermit an-kündigen, enthält für den, der den Kreußzug anfangtund ausdauerk, oder während demselben stirbt, Ver-gebung aller Sünden, die er mit reuigem, zerknirsch-ten Herzen gebeichtet, und Versprechung eines ewigen,vom Vergelter aller Dinge zu erwartenden Lohnes.

Velketri den rsten December. H46.

Der Abt Bernhard gürtet sich, nach erhaltener jErlaubm'ß des römischen Stuhls, mit dem Schwertdes göttlichen Wortes, und überredet sehr viele denbevorstehenden KreuHzug mitzumachen. Endlich ver-sammlen sich, auf einem allgemeinen Reichstage zu Ver-teilt , die vornehmsten Personen aus verschiedenen Pro«vinzen des Reichs, und Ludwig, König von Frankreich,die Grafen Theodorich von Flandern und Heinrich, Theo-balds du Pleßis Sohn, nebst andern Baronen des Reichsund Edelleute, empfingen daselbst mit der größten Freu-digkeit aus de., Händen des vorhingenannten AbteS das >Kreutz.

Mittler.