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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
163
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sende unsrer gefangenen Mitbrüder der Sclaverey ent-reißen wöget: damit die Ehre des Namens Christ!vermehrt, und der Ruf eurer Tapferkeit, welche inder ganzen Welt gepriesen wird, unbescholten bleibe.Auch diene euch jener gute Matathias zum Beyspicl,der zur Erhaltung der väterlichen Gesetze sich selbst mitseiner Familie aufopferte, und doch mit Gottes Bey.stände so wohl selbst als seine muthige Söhne den herr-lichsten Sieg über die Feinde davon trug.

Wir aber, aus natürlicher Sorge für eure Ruheund für den Zustand jener verlassenen Kirche, bewilli-gen und bestätigen, kraft der uns von Gott verliehenenMacht, allen denen, welche aus frommer Andacht einso heiliges äußerst nothwendiges Werk zu unternehmenund auszuführen gesonnen sind, denjenigen Ablaß wel-chen schon unser Vorfahr Pabst Urban angekündigthat: und wollen hiemit, chaß ihre Weiber und Kin-der , ihr Haab und Gut unter dem Schutz der heiligenKirche Gvttes, unter unfern, der Erzbischvffe, Bi-schaffe und andrer Prälaten Schuhe stehen sollen. In-gleichen verbiethen wir alle nachherige Untersuchungüber dasjenige, was der Kreuhfahrer, als er das Kreutzannahm, ruhig besaß, so lange nehmlich, biß manvon seiner Rückkunft oder seinem Tode die sicherstenNachrichten hat.

Weil nun aber diejenigen, so dem Herrn dienen,weder geschmückt noch prächtig gekleidet cinhergehen,weder Hunde, noch Falken halten, kurz alles was zumLuxus gehört unterlassen müsset,; so ermahne ich euchim Herrn, euch, wenn ihr das heilige Werk beginnet,aller dieser Dinge zu enrschlagen, und bloß mit eurenWaffen und Pferden, kurz mit dem, was lediglich aufFührung des Krieges gegen die Ungläubigen abzweckk,zu beschäfftigen.

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