kehrter Mann, der durch Zeichen und Wunder sehr be-rühmt war, wagte es nicht in einer so wichtigen Ange-legenheit einen entscheidenden Ausspruch zu thun, son-dern verwies den König auf den Ausspruch des Pab-stes, an den auch deshalb eine Gesandschaft abgeschicktwurde. Eugen hatte die Beyspiele seiner Vorfahren,namentlich des Pabstes Urban vor sich, der bey glei-cher Gelegenheit die Sitze zweyer vom Schvoß derKirche getrennter Patriarchen, Antiochien und Jeru-salem , zur Einheit des Friedens wieder zurückbrachte.Er nahm also keinen Anstand, den Willen d-ö Königszu genehmigen, und übertrug dem vorhingenanntenAbte, der in Deutschland und Frankreich wie ein Pro-phet oder Apostel galt, das Amt, das Kreutz zu predi-gen. Der Brief welchen er an den König und seineFürsten schrieb lautet so:
Bischofs Eugen, Knecht der Knechte Gottes ent-bietet seinem geliebtesten Sohn Ludwig, dembe-rühmten glorreichen König von Frankreich, seinengeliebten Söhnen, den Fürsten, und allen inFrankreich befindlichen Getreuen Gottes, Heilund apostolischen Seegen.
Erzählungen bejahrter Personen, und ausgezeichneteMachrichten haben uns gelehrt, wie viel Mühe die rö-mischen Päbsie unsre Vorfahren auf die Befreyung dermorgenlandischen Kirche verwendet. Pabst Urban glück-lichen Andenkens ließ seine Stimme wie ein Tromme-le erschallen, und beeiferte sich zu ihrem Besten dieSöhne der heiligen römischen Kirche aus den verschie-densten Theilen der Welt in Bewegung zu setzen. Aufseinen Ruf versammleten sich Menschen aus den Län-dern jenseit des Gebirges, vornehmlich die tapfern Krie-ger Frankreichs, auch Italiener gejellten sich hinzu:Denkwürdig?. II. B. i und