Krieg gehörige Fahrzeuge, welche er mit tüchtigen See.officieren besetzte. Diese Armade nahm ohne viele Mü-he Mutinum ein, und fieng darauf an, die sehr starkeFestung Gurfol zu belagern, welche ebenfalls nach ei.ncr langen Gegenwehr mit List erobert ward, indemeinige, unter dem Schein, als wenn sie einen Todtenbegrüben, (denn in der inner« Burg dieser Festungsteht, nach Gewohnheit der Griechen, ein Mönchskl».ster) sich unversehens der Stadt und Burg bemächtig«ten. Hierauf erfolgte die Wegnahme von Athen, The-ben, Corinth, wo ihnen, unter vieler andern Beu-te, Seidenarbeiter in die Hände stelen, die sie zumSchimpf des griechischen Kaisers und zu ihres FürstenRuhm mit sich fortführten. Robert wies ihnen zuPalermo ihre Niederlassung an, und befahl ihnen ausseinen Unterthanen Lehrlinge aufzunehmen. Von derZeit an giebt es in den Abendländern Seidenmanu-facturen, welche bisher unter allen christlichen Völkernnur von Griechen getrieben wurden.
So viel sey genug von den damaligen Kriegsun-ruhen. Itzt muß ich noch etwas weniges von den Frie-den sprechen, der wider alles Vermuthen das Reichplötzlich zu Ruhe brachte. Er fällt in die Zeit, daEugen auf dem päbstlichen Sruhl saß, Conrad im rö-mischen, Manuel im griechischen Reiche, Ludwig inFrankreich, und Fulko zu Jerusalem regierten.
Ludwig hegte ein geheimes Verlangen nach Jeru-salem zu ziehen, weil sein Bruder Philipp einen Kreutz-zug angelobt hatte, aber durch den Tod daran verhin-dert worden war. Er rief zu dem Ende einige seinerFürsten zu sich, eröffnete ihnen sein Vorhaben, und be-schloß auf ihren Rath, den damaligen Abt des Klosterszu Clairvaux, Bernhard, um seine Meynung zu be-fragen. Bernhard, ein frommer, einsichtsvoller, ge-
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