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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
159
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Aber dennoch hatte diese Voreiligkeit für ihn denNutzen, daß er die Bogenschützen nebst ihren zwei-Anführern sehr bald über den Haufen warst Als ermit diesem fertig war, gris er die Heyden Legionen an,welche der König und sein Oheim ansührten. DesKönigs Legion stand fest wie ein eingewurzelter Wald;kein einziger wich von seinem Platze. Endlich kam esso weit, daß die Ungarn schon den Rücken kehren woll-ten, und der Sieg zu Heinrichs Vorkheil entschiedenworden wäre, wenn nicht die deutschen im Hintertreffendie Flucht ergrieffen hatten. Der Herzog wußte nicht,was vorgieng, oder konnte es nicht wissen, da einedicke Staubwolke, welche sich in der dortigen Gegendbey trockner Witterung gewöhnlich zu erheben pflegt,die Bewegung der Flüchtlinge seinen Blicken entzog.Itzt erst faßten die Feinde Muth, umringten den Her-zog, und zwangen ihm die Flucht zu ergreifen, aufder er sich theils durchschlug, theils mit Hülse des Stau-bes, der die Luft ganz verfinsterte, in das nah gele-gene Wien retteten, das ehemals von Römern bewohntFowian hieß. Die Ungarn begnügten sich, die flie-henden bis an den Fluß Vischa zu verfolgen, woraufsie wieder nach Hause kehrten. In diesem Treffen bliebein großer Theil edler Ritter, und eine unzählige Men-ge'gemeinen Volks, noch größer aber soll der Verlustauf Ungarischer Seite gewesen seyn. Bis itzt ist dieSchmach noch nicht getilgt. Wir können aber hoffen,daß der siegreiche Arm des itzt regierenden Kaysers siemit Gottes Hülfe einst rächen werde.

Zu gleicher Zeit unternahm Roger von Sicilienseinen Feldzug nach Griechenland. Er rüstete in Apu-lien, Calabrien, Sicilien, drey-auch zwey - rudrigtsSchiffe aus, die wir gewöhnlich Galeeren, oder Pfei-le (Jachten) nennen, und ausserdem noch andre zum

Krieg