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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
153
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Die Allianz zwischen dem sicilianischen und pabst-lichen Hoft ist unter folgenden Artikeln geschlossen:Der Pabst bewilligt dem Fürsten von Sicitien denStab und Ring, die dalmatische Muße, und Pantof-feln, verspricht auch keinen Legaten in sein Gebiet zuschicken, als den er selbst verlangt, der Sicilianer giebtihm vieles Geld zu eurem und des römischen ReichesVerderben, dessen Oberherr ihr doch durch Gottes Gna-de geworden seyd.

Alles dieses bringen wir, bester Kaiser, eurerWeisheit zur Ueberlegung vor. Schließlich ersuchenwir euch, daß ihr unsre Gesandten gnädig aus-nehmen, und ihren Worten Glauben beymeffen wollet,da wir euch nicht alles schreiben konnten. Diese edlenMänner aber sind: der Senator Guido, Jakob, Sohndes Procurator Sixtus, und Nicolaus ihr Gehülse,"

So weit der Brief- Conrad hingegen schlugihren Antrag gänzlich aus, vielmehr nahm er die Ge-sandten der römischen Kirche, welche die Bestätigungihrer alten Privilegien verlangten (einer von ihnen warGuido aus Pisa, päbstlicher Cardinal und Canzler) gnä-dig auf, und entließ sie wieder eben so ehrenvoll.

Die ganze Welt war damals mit Krieg erfüllt,und fast alle Reichsfürsten befehdeten einander. Dennin Schwaben geschahen die vorhin genannten Händelzwischen Friedrich dem jüngern, und dem Herzog Con-rad. In Bayern entspannen sich Streitigkeiten zwi-schen Herzog Heinrich, Marggraf Leopolds Sohn, unddem Regenfpurger Bischof gleiches Namens, die vonTage zu Tage blutiger wurden. In den Niederlandenkämpften zwey große Männer gegen einander, Albero,Erzbischof von Trier, und Heinrich Graf von Namur,die alles mit Raub und Brand verheerten, und dem

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