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NUN eure kaiserliche Weisheit Vorbeugen, wobey ihr zu»gleich der vielen Drangsale und mancherley Verdrüß-lichkeicen eingedenk seyn könnt, die eure Vorfahrenvom römischen Hofe, und den ehemaligen BürgernRoms erlitten haben, oder mit denen sie auch noch itzt,in Verbindung mit Sicilien, drohen. Wir aber setzenuns als eure getreuen Unterthanen durch Christi Huldihnen muthig entgegen, und haben viele von ihnen alsdie ärgsten Feinde des Reichs, welches sie auch in derThat sind, aus der Stadt vertrieben.
Wir bitten euch also, schleunig zu uns herüber zukommen, weil ihr jetzt alles, was ihr verlangt, in Romerhalten könnt. Oder, damit wir uns kurz und bündigouödrücken, wir wünschen, daß ihr eure Residenz nachRom verlegen möget, wo ihr, als in dem Hauptorteder Welt besser und unumschränkter, als alle eure Vor-fahren , über Italien und Deutschland herrschen könnt,wenn erst alles durch die Clerisey verursachte Hindernißaus dem Wege geräumt ist. Wir bitten euch demnachohne Verzug zu uns herüber zu kommen, mittlerweileaber uns von eurem Zustande, den wir immer als dmglücklichsten zu sehen wünschen, einige Nachrichten zuertheilen. Wir unsers Theils sind beständig bereit,eurem Willen in allen Stücken Folge zu leisten.
Ausserdem melden wir euch, daß wir eben beschasf-tigt sind, die Milvische, nicht weit vor der Stadt gele-gene Brücke, welche vormals zum Nachthell der Kaiserunbrauchbar gemacht worden, wiederherzustellen, undsie in kurzer Zeit mit einer festen Mauer werden verse-hen haben, damit ihr sie mit eurer Armee passiren könnt,ohne von den Petrileonen auf der Engelsburg, wie siees mit dem Pabst und dem Sicilianer verabredet, be-unruhigt zu werden.
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