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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
150
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zu, daß er zu seinem Vater und Oheim sich begeben,und demüthig um Frieden bitten mußte.

Im folgenden Jahre stand ein gewisser Arnold zuRom auf, besten Lehren dem Priesterrock, den er trug,nicht im mindesten entsprachen. Aus Haß gegen dieVorzüge des geistlichen Standes wollte er die Sena-lorwürde und den Ritterstand, wie sie ehemals gewe-sen waren, einführen, und wiegelte fast die ganzeStadt vornehmlich aber den Pöbel gegen den Pabst auf.Die Verwegenheit oder vielmehr der Wahnsinn derRömer gieng so weit, daß sie einen Brief folgendenInhalts an den Kaiser erließen.

Dem hochberühmtesten trefli'chen Herren der Stadtund des gefammten Römischen Reichs, Conradvon Gottes Gnaden Römischen Kaiser, entbie-tet der Senat und das Volk zu Rom Heyl undglückliche glorreiche Regierung des Reichs.

36ir haben euch schon in mehreren Schreiben treuenBericht von unfern Angelegenheiten und Unterneh-mungen abgestattet: welchcrmaßen wir nehmlich in derTreue gegen euch zu verharren gesonnen, und täglichbemüht sind, die Hoheit eurer kaiserlichen Krone aufalle Weise zu vermehren. Um so viel mehr befremdet^6 uns, euren Söhnen und Getreuen, daß ihr alsHerr und Vater, uns aus unser geschehenes Ansuchenkeiner Antwort gewürdiget habt. Denn was wir thungeschieht aus treuer Anhänglichkeit zu eurer Ehre.

Unsre Absicht ist, das von Gott euch anvertrauteRömische Reich zu erhöhen und zu erweitern, deshalbsind wir einmüthig und aus allen Kräften bedacht, esin den Zustand, wie es zu Constantins und JustiniansZeiten war, welche durch die ungeschwächte Macht des

Senats

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