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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
149
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Des ersten Buchs

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Zweyter Theik.

1 Unterdessen war Friedrich, Herzog Friedrichs Sohn," schon zum Ritter herangewachsen, und durch krie-gerische Spiele zu künftigen ernstlichen Geschafften ge-übt, die er noch bey Lebzeiten seines Vaters unternahm.Dahin gehört sein Zug nach Bayern gegen Gras Hein-rich von Wolfratshaufen. Die Bayern, vorzüglich dieGrafen und Ritter, harten sich auf dem Schloß desselbenversammelt, um gleichsam ein Turnier,, welches wirjetzt'gewöhnlich Kunclinae benennen, zu halten,, underwarteten den Friedrich ausserhalb der Mauer in vollerRüstung. Sie mußten sich aber nach einem langenund tapfern Widerstande in das Schloß zurückziehen,bey welcher Gelegenheit Graf Conrad von Dachowe,der nachher Herzog von Croatien und Dalmatien ward,in Gefangenschaft gerieth, und von Friedrich fortge-führt wurde. Doch setzte ihn die Großmukh desselbenunentgeldlich, wieder in Freyheit, so sehr auch an-dre riechen, sie ihm nur gegen ein großes Lösegeld zuverkaufen.

Im Jahr n z8> kündigte er dem Herzog Conrad,des obengenannten Herzog Bertolds Sohn, Fehde an,eroberte die Stadt Zürch, und legte eine Besatzung hin-ein. Darauf drang er in Vereinigung mit einigen Rit-tern , ohne irgend einen Widerstand zu finden, bisfast an die äußerste Grenze von Schwaben, bis Zäh-ringen, eine Stadt jenes Herzogs, vor, eroberte einzu derselben gehöriges Schloß, welches allen, die esnoch sehen, unüberwindlich scheint, und setzte wideralles Vermuthen dem tapfern reichen Herzoge so heftig

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