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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
141
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Bestätigung erhielten. Allein dieser Albert betrug sichvöllig als das Ebenbild seines Vorgängers und Oheims.Er vergalt die empfangenen Wohlthaten mit Undank,und bezeigte gegen seinen Monarchen nicht ganz dieTreue, die er ihm schuldig war.

Um diese Zeit kamen einige sehr vornehme Ge-sandte des Kaiser Johannes ans Constantinopel an, inder Absicht die Allianz zwischen dem abendländischenund morgenländischen Reiche gegen Roger von Sicilienzu erneuern, und zu einer festem Verknüpfung derselbeneine kaiserliche Prinzessin zur Gemahlin des griechischenPrinzen zu verlangen. Conrad aber bestimmte dieSchwester seiner Gemahlin dazu, und schickte deshalbden Bischofs von Würzburg Embrico, einen klugen,gelehrten Mann, nach Griechenland ab. Als dieser inConstantinopel eintraf, war schon Johannes mit Todeabgegangcn, und sein Sohn Michael saß auf demThron , bey dem er seine Aufträge mit so vieler Ge-schicklichkeit ausrichtete, baß das Beylager in der Wo-che nach Epiphanias mit aller Pracht zu Constantino-pel gefeyert ward. Ausserdem besorgte er daselbst nocheinige andre öffentliche Geschäffte, wurde von den Grie-chen sehr ansehnlich beschenkt, und starb auf der Rück-reise bey Aguileia.

In diesen Angelegenheiten wurden von beydenKaiserhöfen mehrere Briefe gewechselt, die ich aberum Weitläufigkeit zu vermeiden, nicht alle liefernkann:

Schreiben Kaiser Conrads.

Conrad von Gottes Gnaden Römischer Kaiser, enb-biethet dem Johannes, von Gottes Gnaden Kai-ser von Constantinopel, Heil, brüderliche Liebe,Freundfchüst, Ehre und Ruhm.

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