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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
140
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Schuld war. UebrigenS gab dieser Vorfall Anlaß zueinem Nationalhaß zwischen Sachsen und Böhmen,der noch bis auf diese Zeit fortglimmt.

Was endlich die fernere Geschichte Lothars anbe-trifft, so waren seine folgenden Kriegszüge nun destoglüci licher. Er dampfte alle Unruhen, kehrte siegreichaus Italien zurück, wurde aber unterwegens bey Tri-ent von einer schweren Krankheit überfallen, an derer im Gebürge, in einer schlechten Bauerhütte, starb.

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Herzog Friedrich heurathete nach dem Tode sei-ner Gemahlin Judith, zur Zeit da er noch in Fehdenverwickelt war, Agnes, Tochter des Grafen Friedrichsvon Sarbur, dessen Bruder Bischoff Albert war, undzeugte mit ihr Conrad, der als Pfalzgraf und itzigerRheingraf bekannt ist, und Claritia nachherige Ge-mahlin des Grafen Ludwig von Thüringen.

Nachdem Kaiser Lothar gestorben, und im Klo-ster Lutter, welches auf seinen eigenen Gütern liegt,begraben war, erwählten dis zu Coblenz versammietenFürsten den Herzog Conrad, Friedrichs Bruder zuseinem Nachfolger, worauf die Krönung zu Aachen er-folgte. Diese Wahl konnte um so leichter zu Standekommen, da der Haß gegen Kaiser Heinrich bey denmehresten schon aufgehört, und Albert Erzbischoff vonMaynz unlängst das Zeitliche gesegnet hatte. Dazukam noch, daß Heinrich von Bayern die mehresten,welche unter Lothar dem Feldzuge nach Italien beyge-wohnt, durch seinen Hochmuth gegen sich gereiht hatte.

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Während der Vacanz des erzbischöfstichen Stuhlsbegab sich Herzog Friedrich nach Maynz, und brachtecs bey Geistlichen so wohl als Weltlichen dahin, daßsie seiner zweyten Gemahlin Bruder, Albert den hun-gern zum Erzbischoff wählten, und darüber kayserlich/

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