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Zimmer eine geheime Thüre, durch die er in die Kir-che , und von da auf den Thurm entkam. Unterdessen'brechen bewaffnete Personen in sein Zimmer ein, diengchher, weil sie ihn hier nicht fanden, das ganze Klo-ster durchsuchten. Gegen Morgen war dieser Vorfallin der benachbarten Gegend schon ruchbar geworden.Die Getreuen des Herzogs eilten schaarenweise demKloster zu, wo man noch immer im Nachsuchen be-griffen war, und so gar Feuer anzulegen drohte. Kaumhatte sie Friedrich bemerkt, so faßteer Much, foderteden Heinrich heraus, und redete ihn folgendermaßenan : „Ihr habt, guter Herzog, widerrechtlich gehan-delt, und euch nicht als Freund, sondern als Feind be-tragen. Eure Handlung stimmt weder mit den Gese-tzen der Ehre, noch mit den Pflichten unsrer nahenVerwandschaft überein. Damit ich aber nicht Bösesmit Bösem vergelte, so will ich euch rachen, meineGetreuen, die von ollen Seiten herbeykommen, nichtzu erwarten." Einige wollen dieß Betragen Hein-richs theils damit entschuldigen, daß sie beyde damalswirklich Feinde waren, und also jeder das Recht hatte,den andern zu überlisten, theils sagen sie, daß er alsein treuer Vasall des Kaisers, aus der guten Absicht,die Ruhe im Reiche herzustellen, so habe handelnmüssen.
Die Uneinigkeit zwischen Friedrich und Lotharsiöhrte fast zehn Jahre lang den Landfrieden in Deutsch-land. Die weitere Anführung derselben kann man inmeinem vorigen Werke sinden. Hier will ich nur nocheines merkwürdigen Unglücks gedenken, das dem Kai-ser tiefe Wunden schlug.
Ein gewisser Otto, Graf von Mahren, bot ihmeine große Summe an, wenn er nach Böhmen zie-hen, und ihn mit diesem Herzogthum belehnen wollte.
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