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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
137
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wandschast stand. Er stand schon in Schwaben beymFluß Wenritza, unweit der Donau, mir einem ansehn-lichen Heere, als ihm Kundschafter die Annäherung derbeyden schwäbischen Herzogs meldeten, welche Nach-richt die Bayern so sehr in Schrecken setzte, daß sie ei-ligst die Flucht ergriffen, und über den vorhingenann-ten Fluß, der eben durch häufige Regengüße ange-schwollen war, sich durch Schwimmen retteten, weildie Brücke für ihre Menge zu klein war.

Zu einer andern Zeit begab sich eben dieser Her-zog Heinrich nach Schwaben auf seine Güter. (Denner war einAlemanne der Herkunft nach, und stammteaus der alten berühmten Welfischen Familie ab; da-her besaß er in dem Theile Schwabens, der an dieAlpen grenzt, viele erbliche Güter eigenthümlich.Man muß ihm das Lob eines untadelhaften Mannesbeylegen, dessen Adel der Seele dem Adel seiner Ge-burt völlig entsprach. Bloß jenes Betragen setzt ihndem Tadel aus.) Von seinen Gütern schickte er De-putirte an Friedrich ab, die ihn freundschaftlich warnenmußten, sich wieder mit dem Kaiser auszusöhnen, weiles doch zu hart sey, daß ein einziger auch noch so gro-ßer und guter Regent die Last des ganzen Reichs alleintragen könne. Zugleich erbot er sich , wenn sein Vor-schlag angenommen würde, zum Unterhändler. Eswurde also das Kloster Zwiefalten, und der Tag zurmündlichen Zusammenkunft festgesetzt. Friedrich kam,ohne etwas arges zu vermuthen, mit einer geringenBegleitung an den bestimmten Ort. Heinrich hinge-gen erkundigte sich insgeheim nach der Stelle, wo erdie Nacht zubringen würde, ließ darauf bey Nachtzeitsein Schlafgemach besetzen , und zeigte nur zu deutlich,daß er nicht als Freund, sondern als Feind gekommensey. Zu gutem Glück entdeckte Friedrich in seinem

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