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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
136
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nien und Heinrich von Bayern vereinigt, jener aberwurde nach einiger Zeic wieder vom Kaiser entlasse»,weil das rohe Gesindel, welches er mitgebracht hatte,weder Gott noch Menschen fürchtete, sondern alles inder Nahe verwüstete, ja nicht einmal der Kirchenschonte.

Friedrich und Conrad erscheinen, nach genomme-ner Verabredung mit den Nürnberger», zur bestimm-ten Zeit vor der Stadt, und erregen durch ihre An-kunft eins allgemeine Freude unter den Einwohnern,welche diese durch Schreyen und Singen an den Taglegten. Auf den Kaiser hingegen machten sie einenganz andern Eindruck, denn er hob sogleich die Be-lagerung auf, und zog sich über Bamberg nach Würz-burg zurück. Darauf fallen die Nürnberger über dasverlassene Lager her, wo sie alles, was sie noch vorfan-den , zur Beute machten; begleiteten darauf ihre Her-ren mit vielem Jubel in die Stadt, und wurden vonihnen mir Victualien, und andern Bedürfnissen ver-sehen. Von hier gieng Friedrich, mit seinem Bruder,dem Kaiser auf dem Fuße nach, drang biß an dieMauern von Würzburg, vor welcher Scadt Lothar mitseinen Rittern ein Turnier hielt, schlug sich dann überLen Rhein nach Speyer, dessen Einwohner ihn auSschuldiger Achtung für seine kaiserlichen Vorfahren, diein ihren Ringmauern begraben liegen, ehrfurchtsvollaufnahmen, und legte eine Besatzung hinein, die sichnachher so wohl hielt, daß der Kaiser in Vereinigungmit Albert von Maynz sie lange vergeblich belagerte.

Ferner befehdete ihn Herzog Heinrich von Bay-ern , Heinrichs Sohn, und zwar auö Gefälligkeit ge-gen den Kaiser, dessen Tochter er zur Ehe hatte, ob-gleich Friedrich durch seine Gemahlin Juditha, Hein-richs Schwester, mir ihm in der* nahesten Blnksver-

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