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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
135
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pte wieder Folge leisteten. Seine Gemahlin war Her-zog Heinrichs von Bayern Tochter, mir der er den jetztregierenden Kaiser Friedrich, und Juditha nachhcrigeGemahlin» Matthäus Herzogs von Lothringen zeugte.

Kaiser Heinrich hielt nach erlangtem Landfriedenbey Utrecht, einer friesländischen Stadt, in der Pffugst-woche eine Reichsversämmlung, und starb daselbst ei-nes natürlichen Todes. Seine Eingeweide wurden inUtrecht begraben, der Körper aber zu Speyer in demFamilienbegrabniste beygesetzt. Die Kaiserin Mathil-dis, König Heinrichs von Engellqnd Tochter, ließsich durch falsche Versprechungen des Erzbischoffs vonMaynz überreden, ihm die Reichskleinodien anzuver-trauen.

Albert berief also nach einem alten Rechte, wel-ches die Erzbischöffe von Maynz bey Erledigung desThrones ausüben, die Fürsten des Reichs um dieHerbstzeit in Maynz zusammen. Viele wünschten denHerzog Friedrich auf dem Throne zu sehen; jedoch) Al-bert war dagegen, der noch immer nicht die Kränkun/gen verschmerzen konnte, welche er von ihm hatte er-leiden müssen. Er brachte cs dahin. daß die Wahleinstimmig auf Lothar, Herzog von Sachsen siel, wo-bey er freylich mehr aus Privatabstchten, als aus Lie-be zum allgemeinen Besten handelte. Denn die Wahlan sich selbst war zwar untadelhaft, weil Lothar als einMann von erprobter Rechtschaffenheit alle Achtung ver-diente, aber sie gab doch zu großemZwiespalt Veranlas-sung. Der neue Kaiser verfolgte nemlich auf AlbertSAnrathen, der einen unversöhnlichen Haß auf Hein-richs Familie geworfen hatte, die Gebrüder Friedrichund Conrad, und zog vor Nürnberg, worinn sie alsin ihrem erblichen Eigenthum, eine Besatzung hatten.Mit ihm hatten, sich die beyden Herzoge Ulrich von Böh-

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