Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

127

»rch

schr

MM

Hi

rung an den Tag legte, daß im ganzen weiten Reichekeiner ausstände, an dem er seine Kräfte versuchen könn-te. Es ist dieß kein gutes Zeichen, setzte er hinzu,sondern ein Beweis vom Sclapensinn. Sonst pfle-gen dergleichen Aeusserungen eben so leicht zu verhallen,als sie ausgesprochen werden, jetzt aber schlug sie rieseWurzel, und setzte in kurzer Zeit die ganze Provinzin Bewegung.

UM Der Kaiser zog den Rebellen mit einem starkenich tapfernHeere enkgegen,bey welchem sich vier mächtige Her-

iittß zöge mit ihren Truppen befanden. Zuentebald von^ Böhmen, Guelf von Bayern,Rudolph von Schwaben,und Gottfried von Lothringen, ausserdem noch andre«- Fürsten, Grafen und unzählige Ritter. Bey der Un-strut siel ein blutiges Treffen vor, das sich zum Vor-chk theil des Kaisers endigte. Nicht lange nachher empör-en, ten sich auch die beyden Herzoge Guelf und Rudolph,und schlugen sich zu den Sachsen. Gottfried von Lo-M. thringen aber that einen Kreutzzug in das Morgenland,D und starb als Herzog von Jerusalem.

h

HS

,1>j"

Unterdessen fuhr Gregor immerfort, die Für-sten sowohl heimlich als öffentlich gegen den Kaiseraufzuwiegeln, und brachte es endlich dahin, daß Ru-dolph von Schwaben zum Gegenkaiser ernannt ward.(1077) Er soll ihm auch das Diadem unter folgen-den Ausdrücken gegeben haben:

kerra fleciit ksrro, ksrruL äiaäsma kdoäolpbo.

^ Rudolphs Tochter war mit Bertold von Zehrin-

der Edelsten des Reichs vermählt. Er selbstzlw vlieh nicht lange nachher in einem Treffen gegen diesl Kmjttlichen, und wurde zu Merseburg mit Kaiserlichem" Pompe