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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
120
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Vorrede des V erfassers

an den Kaiser.

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Geschichtschreiber vor mir haben, wie michdünkt, immer den Zweck vor Augen gehabt, durchErzählung preißwürdiger Handlungen Eyfer für Tu-gend in den Herzen der Menschen zu erregen, diesthlech.ten hingegen entweder ganz mit Schweigen zu überge-hen , oder, sie so ins Dunkle zu steilen, daß sie denLeser von sich zurückschreckcn. Daher Halts ich die Ge-schichtschreiber gegenwärtiger Zeit einigermaßen fürglücklich, wo nicht allein die Stürme auögetobk, undaus dem vormals trüben Himmel der Friede mit niegesehenem Glanze erschienen ist, sondern auch unterdem Sccpter des siegreichsten Fürsten, den Barbarenund selbst Griechen fürchten, das römische Reich dertiefsten Ruhe von innen und aussen genießt Ich beken-ne es, La ich vor einigen Jahren mein Chronik schloß,und eine fremde Gottheit (der Geist der Kreuhzüge)den ganzen Occident beseelte den eben die Seegnungendes Friedens zu beglücken ansiengen, so faßte ich schonden Vorsah meinen Plan ganz aufzugeben, an demich schon etwas gearbeitet hatte. Aber dennoch war es,«ils wenn ich Ahndungen der Zukunft hätte; ich ergriffmeine Feder von neuem, um die Vorarbeiten zu die-sem Werke zu vollenden, dessen Verfertigung also gleich-sam wider mein Wissen und Willen der gegenwärtigenZeit Vorbehalten zu seyn scheint, in der man sich vondem besten Fürsten einen dauerhaften Frieden verspricht,wenn man anders bey Dingen, die einem steten Wech-sel unterworfen smd, auf etwas gewisses hoffen darf. ,