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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
118
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zestion. Nachdem er am Altar der Apostel Petrus undPaulus die Messe zu Ehren der Jungfrau Maria cele-brirt hatte (denn es war eben Samstag) setzte er unsdie Krone des römischen Reichs unter vielen Glückwün-schungen auf, Hierauf begaben wir uns, von vielerArbeit und Hitze ermattet, in unser Lager zurück, umdaselbst Mittag zu halten. Unterdessen dringen die ^Römer über die Tiberbrücke ins Peterkloster, erlegenzwey von unfern Leuten, plündern die Cardinäle, undhaben den Vorsatz, den Pabst gefangen zu nehmen. >Kaum hörten wir draußen das Geräusch, so waren Iwir auch schon wieder mit bewaffneter Hand in derStadt, wo wir den ganzen Tag gegen die Römer foch-ten , von welchen bcynahe tausend, theils auf dem Pla-tze blieben, theils im Fluß ertranken, oder lebendig in >unsre Hände fielen, biß endlich die entbrechende Nachtdem Gefecht ein Ende machte. Den folgenden Tagzogen wir, weil es uns an Lebensmitteln gebrach, inBegleitung des Pabstes und der Cardinäle, vergnügtüber die erhaltenen Vortheile, von Rom ab, bemäch-tigten uns aller um die Stadt befindlichen festen Plätze,und hielten uns zu Alba einige Tage lang mit demPabste auf. Von da brachen wir nach Spoleto auf,dessen Einwohner sich empört, und ausser dem GrafenGuido Guerra unsre übrigen Gesandten ins Gefängnißgesetzt hatten, Es ist wahrhaftig eine sonderbare Fü-gung Gottes, daß wir diese so feste mit beynahe hun-dert Thürmen versehene Stadt innerhalb sechs Stun-den in unsre Gewalt bekamen, und zwar mit Hülfedes Schwerts und des Feuers. Es wurde in ihr eineansehnliche Beute gemacht, das mehreste aber wurde vonden Flammen vekzehrt, und die ganze Stadt von Grundaus zerstöhrt. Nun gieng der Zug nach Ancona, wouns Paläolog, aus der kaiserlichen Familie, nebst sei-nem Gefährten Maroduch, und den übrigen Gesand-ten