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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
116
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mische Pabst heftige Protestationen einlegte, biß er sieendlich, weil sie an sich untadelhast war, billigte. Nachdieser Begebenheit ist mein Zug nach Rom zu mer-ken , bey dem ich mit einem starken Heere in die Lom-bardey einrückte, wo die lange Abwesenheit der Kaiserden Unterthan übermüthig gemacht, und ihm so vielVertrauen auf seine Kräfte eingestößt hatte, daß ersicheine Zeitlang empörte. Ihr Uebermuth reihte mei-nen Zorn zur gerechten Rache, und ich schleifte fast alleihre Castelle. Die stolzen verschlagenen Mailändersuchten uns mit leeren Versprechungen hinzuhalten,und bothen uns vieles Geld, wenn wir ihnen die Herr-schaft über Como und Lodi gestatten wollten. Dawir uns aber weder durch Geld noch durch gute Wortebewegen ließen, in ihr Begehren zu willigen, so führ-ten sie uns aus ihrem blühenden Gebiete in eine öde Ge-gend, aus der wir, wider ihren Willen, nach dreyTagen entkainen, und eine deutsche Meile vor derStadt Mailand unser Lager aufschlugen. Hier ver-langten wir von ihnen, daß sie uns gegen BezahlungMaaren liefern sollten, weil sie sich aber dessen weiger-ten, so ließen wir die ihnen zugehörige Stadt Rosatiun,die mit fünfhundert bewaffneten Soldaten beseht war,einäschern. Von nun an streiften unsre Soldaten bißvor die Stadtthore, wo sie viele verwunderen oder ge-fangen nahmen. Hiemit waren die FeindseligkeitenZwischen uns und ihnen eröffnet, worauf wir über denFluß Ticin nach Novara giengen, zwey verschanzteBrücken mit Gewalt einnahmen, und abwarfen, nach-dem die ganze Armee sie passirt war, alsdann drey sehrstarke Festungen, Minima, Gailard und Treca schleif-ten, und das Wcyhnachcsfest mit aller Fröhlichkeit be-gingen. Von hier sichten wir unfern Marsch durchVercelli und Turin fort, verheerten den großen, wohl-befestigten Flecken Chiara, und legten die Stadt Asti

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