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Friedrich an den B i scho ss.
Mir Friedrich von Gottes Gnaden Römischer Kai-ser, steter Vermehrer des Reichs, entbiethenunserm geliebten Oheim, Bischoff Otto vonFresssingen, unsre Huld und alles Gute;
^l^ir haben die voii euch verfaßte Chronik, wor-inn ihr die Begebenheiten so lichtvoll auseinansbergesehk,vdnEw. Liebden mit vielem Vergnügen erhal-len, und wünschen eifrigst, daß wir bisweilen nachbeendigten Kriegöunruhen uns an Lesung derselben e»götzen, und uns Nach den darinn aufgestellten Musterntresiicher Kaiser zu einem guten Regenten bilden möch-ten. Ich würde ohne weiteres Bedenken, auf eurean mich erlassene Bitte, euch den kurzen Abriß meinerGeschichte seit Erlangung der Kaiserwürde übersenden,wenn ich nicht besorgen müßte, daß sie gegen die Tha-ken meiner Vorfahren wie Schatten gegen Licht abste-chen. Jedoch weil euer großer Geist Geringfügigkei-ten erheben, und über einen kleinen Gegenstand vielZu schreiben weiß, so will ich, mehr aus Vertrauen.aufeure Geschicklichkeit als auf meine Verdienste, das-jenige , was ich in einem Zeitraum >von fünf Jahrenim Römischen Reiche gethan habe, hier kurz aufzeichneN,
„Nachdem ich zu Aachen gesalbt worden, und dieKrone des deutschen Reichs erhalten hatte, berief ichzu Merseburg um Pfingsten eine allgemeine Reichsver-sammlung, woselbst sich auch König Peter von Dän-emark einstellte, und, nach abgelegtem Eyde, die Kro-ne seines Reichs von uns zu Lehen empfieng^ Daraufmachte ich den Bischofs von Zeiß, WichMann, zum Erz-rbifchoff von Magdeburg, gegen welche Wahl der Rö-
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