ihren Delinquenten unversehrt aus dem Feuer auf einenrecht volkreichen Platz hinführen. Sie machten alsovorher eine Probe, indem sie ihm den Mantel abnah»men, und ins Feuer warfen. Schaut doch, rief Ba-silius entzückt aus, wie mein Mantel da in der Lustsiattert. So sehr hatte ihn Satan geblendet, daßer mit offnen Augen nicht sah, was vorgieng. Alleinnun hatte man auch Beweise genug von der Nichtig-keit seiner Prahlereyen, und stürzte ihn sogleich insFeuer, das ihn in einem Nu verzehrte. Man sahaus der Flamme werter keinen Rauch empor steigen,als nur einen ganz dünnen Dampf. Das Volk ver-langte mit Ungestüm, daß auch die übrigen Vogomi-len mit einer gleichen Strafe belegt würden, aberder Kaiser gab eö nicht zu.
Dieß war die letzte merkwürdige Handlung mitder mein Vater von dem Schauplätze der Welk ab-trat. Seine Geschichte muß dem, der sie erlebte,mehr einem Traumgesicht, als einer wirklichen Be-gebenheit gleichen, so sonderbar waren die Vorfälleuntereinander gemischt. Die Wuth der Barbaren,welche schon seine Vorfahren traf, erfüllte auch seineRegierung mit den jammervollsten Scenen. HierSchlachtgetümmel und Kampf, dort Rauben undMolden, und ausiodernde Städte. Allenthalben stoßChristenblut. Wer dem Schwerte entrann, wurdein die Gefangenschaft geschleppt. In Höhlen, Klüf-ten, Wäldern und Bergen fand man Flüchtlinge, di«vor dem Feind sich zu bergen suchten. Die Gattintrauerte um ihren Gatten. Eltern weinten um ihreKinder. Brüder und Schwestern beklagten ihren ge-genseitigen Verlust. Keiner von den vorigen Kaisern,Tjimisces und Basilius ausgenommen, haben einenFuß nach Asien gesetzt.
Schon