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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
107
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gaben ist. §6 ist auf Befehl meines Vaters geschrie-ben , und enthält eine specielle Darstellung aller Ke-hn eyen , nebst den Gründen, mit denen eine jede der-selben von den heiligen Vätern bestritten ist.

So wie Basilius, so waren auch seine Anhän-ger , und vornehmlich seine Apostel. Ein Theil derer,die man cingezogen, gestand es freymüthig, daß er zuden Bogomilen gehöre, der andre aber leugnete es hart-näckig. Wohlan! sprach Alexius; ich sehe mich ge-zwungen, euch insgesammt das Todesurtheil zu spre-chen. Nun entschließt euch, ob ihr als Christen, oderals Bogomilen sterben wollt. Es find schon zweyScheiterhauffen fertig. Bey dem einen steht einKreutz, zum Zeichen, daß derjenige, der ein recht-gläubiger Christ ist, hier sein Ende erwarte: die Bo-gomilsn verfügen sich zu dem andern Scheiterhauffen.Für dir erstem wird der Tod immer noch besser seyn,als ein schmachvolles Leben, und als der Schimpf fürBogomilen gehalten zu werden. Darauf wurden sieunter einer zahlreichen Begleitung des Volks an denPlatz abgeführt, wo das Feuer schon brannte, undlheilten sich hier, so wie es der Kaiser gewollt hatte,in; zwey Parteyen. Die Zuschauer, welche von dergeheimen Absicht des Monarchen nichts iwußten, be-zeigten laut ihren Unwillen, daß so viele unschuldigeMenschen ihr Leben verliehren sollten, als das Schau-spiel sich auf einmal endigte. Die Christen wurdenunter einem tröstlichen Zuspruch freygelaffen, die Bo-gomilen aber wurden in Verwahrung gebracht, undzwar den zwölf Aposteln ein besondres Gefängniß an-gewiesen. Einige von ihnen, welche sich nachher be-kehrten, wurden wieder auf freyen Fuß gestellt, dieübrigen mußten bis an ihr Ende in den Gefängnissenbleiben, wo sie an keinem Bcdürfniße Mangel litten.

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