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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
105
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mein Vater aus ihrem Schlupfwinkel hervorgezogen.Er nutzte die Muße, welche ihm jetzt der stille Feie-de gewährte, um sich ganz dem Eyfer für die Auf-rechthaltung her Religion hin zu geben.

Ein gewisser Mönch, Basilius mit Nahmen, wardie erste Veranlassung, daß man von jener Sekte lautzu sprechen anfieng. Basilius hatte sich zwölf Anhän-ger, die er seine Apostel nannte, und einiges losesWeibsgesindel gesammelt, mit deren Beystand er vie-les Unheil stiftete. Einige von den Bogomilen wur-den eingezogen, und da sie gestanden, daß Basiliuslhr Oberhaupt wäre, so bemächtigte man sich seiner.Der Kaiser betrug sich gegen ihn mit der größten Her-ablassung. Er stand vor ihm auf, ließ ihn sich nieder-setzen , zog ihn an die Tafel, kurz, er versuchte alles,wodurch er sein Zutrauen gewinnen, und ihm einbil-den könnte, daß er zu seiner Sekte übertreten wolle.Eben dieselbe Rolle spielte auch der SebastocratorIsaak, indem er sich stellte, als wenn er bey seinembisherigen (glauben keine Beruhigung gefunden habe.Anfangs suchte Basilius auf alle Weise auSzuwei-chen; allein die Lobfprüche, mit denen er überhäuftward, und die Ehre, welche er genoß, machten ihnbald geneigt, sich offenherzig zu erklären. Hinter derTapetenwand saß ein Schreiber, der alle seine Redenaufzeichnete. Es waren die unsinnigsten verwegen-sten Gotteslästerungen, welche der Mensch ausstieß.Er griff die Glaubenslehren unsrer Kirche an, nannte un-sere Gotteshäuser Wohnungen des Teufels, und verwarfdie Verehrung, die wir dem reib und Blut unsers er-sten OberprjesterS und Märtyrers erweisen. Plötzlichfällt der Vorhang. Der Senat, alle hohen Officiere,und die Häupter der Geistlichkeit, nebst dem Patriar-chen Nicolaus treten herein. Sein Geständniß wird

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