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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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kerrichtet werden, und andre sich schon in geschrieb- !nen Aufsätzen (Scheden) üben. Hier findet man la- !teinische, scythifche und gemeine griechische Kinder, jdi« sich schon mit vieler Fertigkeit und Eleganz in der >griechischen Sprache ausdrücken. Die Schedographje ^(ein Theil der Grammatik, in welcher die Jugend >zum Verständniß und zur Prüfung der Schriftsteller, jdurch Zergliederung der Construction angeführt wird)ist eine neuere leidige Erfindung unsrer Landsleute, diedas wahre Studium der elastischen Schriftsteller ver>drängt, und dagegen Silbenstechereyen, Wortklaubr-reyen, und andre Spielwerke eingeführt hat, diehlos auf leeren Wörrerkram hinauslaufen, bey demder studierende Jüngling den Cursus gründlicher Wis-senschaften ganz aus den Augen setzt. Dieß Unwe-sen, das man heut zu Tage mit den Scheden treibt,thut mir um so viel mehr wehe, da ich selbst einegeraume Zeit damit geplagt worden bin, biß mir end-lich durch das Studium der Rhetorik und Philosophieund durch die Lectüre der Poeten und Prosaiker dieAugen aufgiengen.

Nach Verlauf einiger Zeit erhob sich in der Kir-che eine neue bisher unerhörte Sekte, die aus den Ke-Hereyen der Manichäer oder Paulicianer, und derMessalianer entsprungen war. Ich meyne nämlich dieBogomilen, die vielleicht schon vor meines Vaters Re-gierung , aber doch nur im Verborgenen mögen da ge-wesen seyn. Der Bogomile ist ein Kopfhänger, einFrömmling, der dem Aeussern nach ein ganz heiligerMensch zu seyn scheint.

Er sieht immer niedergesthkagen aus, geht bißan die Nase verhüllt und gebückt einher, aber unterdem Kleide steckt der Schalk, Diese böse Brut hat

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