Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

von der Mauer, daß der Kaiser bald erscheinen, undiM sie züchtigen würde, wenn sie nicht sogleich abzögen,chz, Pucheas hingegen, schlich sich unter dem Schein, alsilteniE wenn er der Besatzung Muth zusprechen wollte, aufihktz die Mauer, stellte ihnen den Jammer vor, der ihnenunausbleiblich bevorstünde, wenn die Stadt mit Ge-^ ^ walt erobert würde, lind machte sie dadurch so kleinmü-thig, daß sie den Türken die Thore öffneten. Nun warcS um Saisan geschehen. Man beraubte ihn seiner»Sii Augen mit einem Leuchter, den er vom Kaiser erhal-^ ^ ten hatte, weil es an einem andern Werkzeug dazumangelte. Nach einiger Zeit merkte er, daß ihm nochE ^ ein schwacher Gebrauch seines Gesichts übrig gebliebenM ^ ^heilte diese Entdeckung seiner Amme mit, die-., se erzählt es seiner Gemahlin wieder, und so verbreite«te sich die Sage weiter, bis sie endlich Masut zu Oh-^ ren kam, der ihn, so bald er dieß erfuhr, durch einenMvornehmsten Satrapen stranguliren ließ.

i«!

Ä- .

Der Kaiser beobachtete auf seinem Rückzuge die-selbe Ordnung, die er einmal eingeführt hatte, unddie einen Anblick gewahrte, der vorher weder gesehennoch beschrieben ward. Auf dem Wege nach Jconiumsah man die schönste Regelmäßigkeit in der Stellungund Bewegung seines Heeres. Wenn es aufmarschir-te, so konnte man fast keine Bewegung an ihm bemer-ken, und wenn es stand, so hätte man glauben sollen,es wäre noch nicht in Ruhe. Weil Mann an Mannmit vorgehaltnem Schilde gedrängt stand, so glich eseiner lang gestreckten unbeweglichen Bergkette; und,während daß es fortzog, hätte man es für eine einzigegroße Masse halten mögen, die nur durch Eine Seelebelebt, in allen Theilen die größte Gleichförmigkeitzeigt. Von Philomelis aus konnte er nur langsam fort«-rücken, denn der ungeheure Troß von Gefangenen, Co-

G z loni-