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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
100
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Dieser Vorschlag wurde von Sultan Sasan undseinen Satrapen angenommen, und den folgenden Tagbestätigt. Sie befanden sich noch in unsrem Lager, alsder Kaiser in Erfahrung brachte, daß Masut dem Sul-tan, dessen natürlicher Bruder er war, nach dem Lebenstünde. Er bat ihn daher, so lange bey ihm zu ver-weilen, bis er hierüber nähere Wissenschaft erlangthätte: oder wenn er dieß nicht wollte, doch wenigstenseine Bedeckung kaiserlicher Soldaten anzunehmen, dieihn biß Jconium sicher geleiten sollten. Der Sultanaber schlug das Anerbieten aus, und begab sich, mitvielen Geschenken überhäufft, sorglos auf den Weg.Unterwegs hatte er einen sonderbaren Traum, den einkaiserlicher Soldat aus seinem Gefolge als eine Vorbe-deutung naher Feinde auslegte. Ob er nun gleich auchhierauf nicht achtete, so gebrauchte er doch die Vorsicht,daß er einige Leute vorausschickte, um zu erfahren, obFeinde im Anzüge seyn. Masut, der wirklich schonmit einem großen Heer im Felde stand, fieng dichKundschafter auf, machte sie sich zu Freunden, und be-redete sie, seine Annäherung nicht zu entdecken. In-dem nun Sasan, ohne Gefahr zu besorgen, weiter fort-geht, überfällt ihn Masut ganz unvermuthet. Gazeö,des Satrapen Asan Katuch Sohn, den Sasan einstermordet hatte, zielt mit der Lanze auf ihn; er aberreißt sie ihm wüthend aus der Hand, und sagt dabey:Ha! das dachte ich nicht, daß auch Weiber gegen michLanzen werfen! Auf des verrätherischen PucheaS An-schlag warf er sich in die unweit Philomelis gelegneStadt Tygvnium, wo ihn die Kaiserlichen, die schonvom geschloßnen Feinden gehört hatten, bereitwillig aufnahmen. PucheaS, war ein heimlicher Anhänger desMasut und darum widerrieth ers ihm, nicht in daskaiserliche Lager zurückzukehren. Die Stadt wurde ,bald darauf von den Türken umringt. Sasan drohte ,

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