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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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Mein Bruder AndronikuS Porphyrogennetes zeich.nete sich in dem Treffen sehr vorteilhaft aus. Auchdiesen edlen Jüngling raste ein frühzeitiger Tod in derBlüthe seiner Jahre dahin, als er sich eben mit Ruhmaus der Bahn des Krieges hervorzuthun anfieng. Dir,bester Bruder, sey die Thräne geweiht, die jetzt in meinAuge tritt. Gott! wo nehm ich Kräfte her mein un-absehbares Elend auszudauren! Ich wünschte mirdie Zeiten der fabelhaften Vorwelt zurück, wo die lei-Lende Natur von Qualen überwältigt, in einen em-pfindungslosen Stein erstarrte: denn bester wäre mir,ich fühlte nichts, als daß ich meine Tage in unaufhör-lichem Gram und Kummer verlebe.

Das Treffen wurde für die Kaiserlichen durchdie Tapferkeit des Nicephorus Brvennius Cäsar ge-wonnen, der mit dem rechten Flügel, als das Ge-fecht am hitzigsten geworden war, herbeyeilte, und ihmdadurch den Ausschlag gab. Die Türken flohen nacheinem großen Verlust an Tobten und Gefangenen. DmSultan und seinen Mundschenken verfolgten einigeScythen. Der erste entkam, weil man ihn nicht kann-te ; der andre aber siel in ihre Hände. In der folgen-den Nacht machten die Türken es, wie sie es vorhergethan hatten. Ein Ueberläuffer, ein Scythe von Ge-burt, riech dem Sultan, die Kaiserlichen in der Nachtanzugreifen, weil ihre Zelte wegen der Lage des OrtSsehr zusammengepreßt standen. Der Sultan befolgteseinen Rath, aber ohne etwas auszurichten. Dennder Kaiser war schon ebenfalls durch einen Uberläufferdavon benachrichtigt worden, und hatte die eine Hälfteseiner Truppen innerhalb des Lagers, zur Bewachunghingestellt, und die andre, auffer demselben unter Waf-fen treten lassen, so daß die Türken, durch ihr. unauf-hörliches Schießen und Angreiffen, auch nicht die min-

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