nach Miscura. Van hier aus schickte er den Leo Niceritesmit einem Theile des Heers nach Lopadium, um daselbstalle Wege zu besetzen, und von allem, was er den von Tür-ken in Erfahrung brächte, schriftlichen Bericht abzustat-ten. Sein übriges Heer verlegte er an schickliche Oerter,und führte es deswegen nicht gegen den Sultan an,weil er vermuthen konnte, daß die geflüchteten Tür-ken, durch ganz Asien aussprengen würden, sie hat-ten verschiednemahl auf die Kaiserlichen gestoßen, undsich immer mit Verlust zurückziehen müssen, wo-durch den übrigen der Muth entfallen würde, weitervorzudringen. Deswegen gieng er selbst durch Bithy-nien nach Nicomedien zurück, um ihnen gleichsam dieThore zu öffnen, durch die sie aus dem Keficht entflie-hen könnten. Hier sollten sich nun so wohl Menschenals Vieh von den Strapaßen erholen, und sich inStand setzen, die Türken um so viel nachdrücklicheranzugreiffen, wenn der Sultan Luft bekäme, sie nocheinmal auf Streifereyen auszuschicken. Birhynien lie-ferte als ein sehr fruchtbares Land, hinlängliches Fut-ter für Pferde und Lastkhiere, und was der Soldat fürsich brauchte, konnte ihm sehr leicht aus Constantino«psi und der umliegenden Gegend über die See zuge-sührt werden. Hier mußten die erstem vorzüglich wohlbesorgt, und weder zur Jagd, noch zu andern Arbei-ten abgenutzt werden, damit sie in der Folge beym An-greisfen desto bessere Dienste zu leisten im Stande wä-ren. Bichynien selbst wurde durch ausgestellte Vor-posten hinlänglich bewacht, und die Kaiserin aus mehr-mals erwähnten Ursachen nach Nicomedien berufen, wosie so lange bleiben sollte, bis der Feldzug wieder sei-nen Anfang nähme.
Kaum war sie hier angekommen, so bemerkte sie,daß einige Mißvergnügte den Kaiser wegen seiner Un-
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