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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
91
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bewachen. Den^ dritten Tag nach ihrer Ankunft, tratein Officier von der Leibwache in ihr Schlafgemach.Ihr bringt uns gewiß Nachricht, redete sie, ihn an, vonrer Ankunft der Türken? Ja, antwortete er, sie stehenschon bey der Georgsburg. Darauf winkte sie ihm mitder Hand zu schweigen, damit nicht ihr Gemahl imSchlaf gestöhrt würde. Gleichwohl hatte dieser ihrGespräch vernommen, jedoch ohne sich etwas merkenzu lasten. Nach Sonnenaufgang begiebt er sich anseine gewöhnlichen Geschäffte, und ordnet alles aufdas beste an. Die Feinde kamen immer naher, undstanden um die Mittagszeit nur noch in einer kleinenEntfernung. JHt erst »erstattete er seiner Gemahlinden Rückzug nach Constantinopel. Meine Mutter be-trug sich bey dieser Gelegenheit mit einem Muthe, miteiner Selbstverlaugnung, die man selten an den weichegeschaffenen empfindsamen Personen ihres Geschlechtesfindet. Ihr Herz war beklemmt, aber in ihrem Be-tragen äufferte sich keine Spur von Furcht und Nieder-geschlagenheit : und wenn sie sich fürchtete, so war esmehr für das Leben ihres Alexius, als für sich selbst.Sie trennte sich ungern von seiner Seite, riß, sich ge-waltsam aus seiner Umarmung, und warf noch oft,als sie von ihm geschieden war, schmachtende sehnsuchts-volle Blicke nach ihm zurück.

Der Kaiser verfolgte nun feinen Weg weiter nachNicaa. Die Feinde erfuhren durch einen Alanen, densie aufgefangen hatten, seine Ankunft, und zogen sich ei-ligst zurück. Zwei- seiner Feldherren griffen dieselbenmit eben so vielem Muth als Glück auf ihrer Fluchtan, und erhielten dafür die größten Lobeserhebungen.Von Georgsburg gieng der Marsch nach Elenopolis-wo sich die Kaiserin, wegen der unruhigen See bis-cher aufgehalten hatte, dann nach Nicaa, und von hier