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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
85
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nung nach ist das, auf dem gegenüberstehendeu Ufersich erhebende Gebirge eine Fortsetzung desselben, sodaß sich der Hämuö eigentlich bis au den HercynischenWald erstreckt. Auf beyden Seiten desselben wohnenreiche und wohlhabende Nationen: nördlicher die Da-tier, südlicher dis Macedonier, und nach, beydenHimmelsstrichen zugleich Thracier.

Um wieder auf jene Manichäer zu kommen, fswar es zwar ein glücklicher Einfall, den der Kaiser Jo-hannes hatte, sich ihrer als Grenztruppen gegen, dieScythen zu bedienen: aber dagegen unterdrückten sieauch, ohnerachtet aller noch so ernstlichen Ermahnun-gen des Hofes, die in PhilippopoliS befindlichen recht-gläubigen Christen, welche dort nur eine sehr kleineGemeinde ausmachten; und so wuchs in und um dieStadt ihre Partei) ansehnlich an. Zu ihnen gesell-ten sich noch Armenier und Jacobiten, und so ent-stand hier ein sonderbares Gemische von Ketzern, die in ih-ren Lehrmeynungen eben so uneinig waren, als sie im Un-gehorsam gegen die Regierung übereinstimmken. MeinVater brachte sie theilü mit Gewalt, theils mit Ge-lindigkeit zur Ruhe. Denn wo ist eine mühjame undgroße Handlung, derer sich nicht unterzog? Erschallt nichtim Morgen- und Abendlande der Ruhm seiner Hel-denthaten? War er nicht ein eben so großer Liebhaberder Wissenschaften, und ein eyfriger Freund des theo-logischen Studiums? Wenn sein Arm den Feind desStaats bekämpfte, so schlug sein Mund mit den Waffender Gelehrsamkeit den Irrgläubigen darnieder. SeinBetragen gegen die Manichäer erwirbt ihm mit Rechtden Nahmen eines dreyzehnten Apostels, einenNahmen, den manche Constantin dem Großen beyge-legt haben, mit welchem Kaiser er ihn theilen, oderdoch zunächst nach ihm erhalten, kann. Da er noch vor

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